3:1 an den vorderen Brettern bedeutet ersten Punktgewinn

Erste ringt überraschtem Favoritenteam ein 4:4 ab


Geseke. So kann es weitergehen: schon zum zweiten Mal in Folge boten die vorderen Bretter den DWZ-mäßig überlegenen gegnerischen Spitzenspielern Paroli.

Nach der knappen Niederlage gegen Ex-Bundesligisten Enger/Spenge, bei der Uwe und Ludger an den Brettern 2 und 3 punkten konnten, sollte gegen den SK Bad Oeynhausen endlich ein Punktgewinn her. Die Gäste leisteten anfangs Schützenhilfe, denn das Brett 3 blieb unbesetzt. Bei uns fehlten mit Ludger, Jürgen und Marek drei Stammspieler, aber auch die Gäste waren mit Ersatz angetreten.

Lange sah es gut aus für unser Flaggschiff, die Gegner konnten ihre Überlegenheit laut Papierform insbesondere an den Brettern von Marcel, Gerd und Ersatzspieler Daniel nicht ummünzen.

Gerd erreichte nach starker Leistung das Remis noch vor der Zeitkontrolle, er ließ ein Gegenspiel seines erfahrenen Widersachers erst gar nicht zu. Spannend verlief Marcels Partie, in der er eine Qualität für Angriff auf den König opferte. Am Ende waren beide Kämpen froh, nicht verloren zu haben, und Marcel forcierte in Zeitnot das Remis durch Dauerschach.

Zu diesem Zeitpunkt stand keiner der Geseker schlechter, so daß ein knapper Sieg sogar im Bereich des Möglichen zu liegen schien. Leider tauschte Daniel nach gutem Positionsspiel gegen den ausgefuchsten Gästespieler Rürup falsch ab und landete in einem verlorenen Bauernendspiel.

Michael versuchte sich zum ersten Mal an der Ben-Oni-Verteidigung, und stand nach der Eröffnung etwas problematisch. Der Weiße ließ aber eine aussichtsreiche Fortsetzung aus, und Michael erreichte Gegenspiel und kurzzeitig sogar eine Gewinnstellung. Dann sah er aber Gespenster und mußte zum 2:3-Zwischenstand aufgeben.

Dann kam Stephens große Stunde: schon lange verfügte er nach einer Kombination im Mittelspiel über eine Mehrfigur, und konnte, nachdem der gegnerische Angriff nicht durchdrang, den vollen Punkt einfahren. 3:3-Ausgleich für Geseke!

In der Zeitnotphase konnte Franz seine schlechtere Stellung nicht halten und verlor zum 3:4. Nun lag es an Peter, der mit viel Glück eine vielleicht verlorene Stellung in ein leicht besseres Turmendspiel umwandeln konnte. Der Oeynhausener Spieler Dr. Schwarz, wohl geschockt vom apprupten Stellungswandel, verteidigte sich nicht optimal und gab schon vier Züge nach der Zeitkontrolle auf: 4:4!

Im Kellerduell gegen Brakel/Bad Driburg soll nun die schwarze Serie gebrochen und der erste Sieg im Hellweg-Derby eingefahren werden.
 
 
Es spielten:
(64203)  SC Geseke 4 : 4 (64402)  SV Bad Oeynhausen
1 (1) Kalthoff,Peter (2047-104) 1-0 (2) Schwarz,Thomas,Dr. (2038-90)
2 (2) Schütte,Marcel (1839-54) Remis (3) Wehrmann,Olaf (1972-52)
3 (3) Mauermann,Uwe (1813-161) +:- (5) Schwarz,Marc (2006-52)
4 (6) Finke,Gerhard (1709-106) Remis (7) Meyer zu Schweicheln,Götz (1887-46)
5 (7) Böhmer,Michael (1725-68) 0-1 (9) Bauer,Heinrich (1788-52)
6 (10) Cwolek,Franz-Johannes (1643-46) 0-1 (10) Gründling,Kurt-Guenter (1761-93)
7 (11) Bolton,Stephen (1593-28) 1-0 (11) Bringer,Lukas (1580-51)
8 (12) Wibberg,Daniel (1559-23) 0-1 (13) Rürup,Hans-Heinz (1890-136)


Schachverband Ostwestfalen-Lippe:  Verbandsliga B
Platz   1:   SG Enger-Spenge                           4.5     5.5  4:0  10.0
Platz   2:   SV Bad Oeynhausen                            4  5.5      3:1    9.5
Platz   3:   SG Turm Rietberg               4.5      3.5               3:1    8.0
Platz   4:   SV Barntrup                   3.5             5.5  2:2    9.0
Platz   5:   Brackweder SK II         3.5       4.5                  2:2    8.0
Platz   5:   SV Ennigerloh-Oelde             4.5 3.5                    2:2    8.0
Platz   7:   SG SF Brakel-Bad Driburg          3.5                     4       2:2    7.5
Platz   8:   SC Geseke 3.5  4                                 1:3    7.5
Platz   9:   SK BS Paderborn     2.5                  4             1:3    6.5
Platz  10:   TuS Brake 2.5         2.5                        0:4    5.0


Text zum Bild: Der überraschende Sieg von Ersatzspieler Stephen Bolton legte den Grundstein für den Punktgewinn.

Stephen