Wie Phoenix aus der Asche...

Erste dreht den verloren geglaubten Kampf gegen Wittekinds Knappen noch um


Geseke. Das hatten selbst die kühnsten Optimisten nicht für möglich gehalten: unser Verbandsligateam drehte am letzten Sonntag das Spiel gegen den Tabellendritten noch um und siegte nach einem 1:3 Rückstand noch mit 4,5:3,5.

Da die Gäste nur mit sieben Spielern antraten, stand es sofort schon mal 1:0 für uns. Dann aber spielten die Gäste ihre Klasse aus: Marek war als Ersatz für Jürgen eingesprungen und stand schnell mit einem Minusbauern auf verlorenem Posten. Nach nur 1,5 Stunden war der Kampf schon wieder ausgeglichen.

Stephen hatte sich mit Schwarz gut befreit und stand in einem Turmendspiel sogar leicht besser, ließ sich nach einem Blackout aber einzügig auf der Grundreihe mattsetzen. Auch Peter erwischte am Spitzenbrett mit Schwarz mal wieder eine schlechte Eröffnungsvariante. Statt sich mit Bauernverlust und schlechterer Stellung in einer bekannten Eröffnungsfalle zufrieden zu geben, improvisierte er mit einem Läuferopfer. Der Gegner verteidigte sich aber geschickt und unser erstes Brett mußte noch vor der Zeitkontrolle zum 1:3 kapitulieren. 

Die Zeitnotphase überstanden alle Geseker Recken hervorragend, und so ging es an vier Brettern in die Verlängerung. Gerd hatte sich nach einem Qualitätsverlust nicht aufgegeben, und kämpfte sich zurück in die Partie, und bis zum Remis. Dann hatte Uwe seine große Stunde. Nach einem spektakulären Damenopfer holte er sich das Material mit Zinseszins zurück und erzwang durch einen unabwendbaren Mattangriff den Anschlußtreffer zum 2,5:3,5.

Bei Marcel sah es lange Zeit nach einem Remis aus, und Michael schwebt so zwischen Unentschieden und Sieg: maximal erschien somit ein 4:4 möglich. Aber Marcels Gegner wollte sich nicht mit einem Unendschieden gegen einen 250 Punkte schwächeren Spieler begnügen, und ging im remislichen Endspiel ein zu hohes Risiko ein. Marcel konterte geschickt, und tauschte in ein gewonnenes Bauernendspiel ab.

Michael hatte zwischenzeitlich seinen schön herausgespielten Vorteil wieder etwas vertändelt, aber in der Schnellschachphase beging der Gästespieler den entscheidenden Fehler zum glücklichen 4,5:3,5 Heimsieg.


Es spielten:

(64203)  SC Geseke 4.5 : 3.5 (64426)  Wittekinds Knappen
1 (1) Kalthoff,Peter (2043-102) 0-1 (1) Krüger,Tim (2044-93)
2 (2) Schütte,Marcel (1786-53) 1-0 (2) Dahmen,Christoph (2039-98)
3 (3) Hötte,Ludger (1841-83) +:- (3) Potthoff,Phillip (1960-49)
4 (4) Mauermann,Uwe (1807-159) 1-0 (4) Kara,Seyfettin (1773-65)
5 (5) Finke,Gerhard (1750-104) Remis (5) Horstmann,Benjamin (1705-78)
6 (7) Böhmer,Michael (1732-66) 1-0 (6) Rackisch,Mathias (1614-80)
7 (8) Bolton,Stephen (1593-27) 0-1 (7) Kara,Serafettin (1612-50)
8 (14) Kowalski,Marek (1730-44) 0-1 (8) Melgarejo,Carlos (1586-64)

Schachverband Ostwestfalen-Lippe:  Verbandsliga B
  Mannschaft     64104-2 64403-1 64211-1 64305-1 64426-1 64113-1 64203-1 64510-1 64223-1 64304-2  MP   BP
Platz   1:   Brackweder SK II   6  4      5.5         7 5.5 6 11:1  34.0
Platz   2:   SG Bünde 2    4  5.5         5.5     6.5 6  9:3  29.5
Platz   3:   SK Delbrück  4   4            2.5 4.5 4.5 6.5      8:4  26.0
Platz   4:   SK Tönsberg Oerlinghausen     2.5        4   4      4.5 5.5 4.5  8:4  25.0
Platz   5:   Wittekinds Knappen 2.5          4    4.5 3.5 4.5     5  7:5  24.0
Platz   6:   SK Sieker Bielefeld         5.5  4  3.5   3.5      4  5.5  6:6  26.0
Platz   7:   SC Geseke     2.5 3.5     4.5 4.5    4  3.5      5:7  22.5
Platz   8:   SG Karpovs Enkel 1     3.5 3.5 3.5      4        5  3:9  20.5
Platz   9:   SG SF Brakel-Bad Driburg 2.5 1.5 1.5 2.5      4  4.5            3:9  16.5
Platz  10:   SV Kö.Spr. Lemgo II 2 2     3.5 3 2.5     3        0:12  16.0